10 Fehler beim Hochseeangeln

Arthur von den Hochseecowboys möchte euch mit seinem Gastbeitrag auf die häufigsten Fehler beim Hochseeangeln hinweisen und wie man diese einfach umgeht, damit das Angeln auf hoher See kein Reinfall wird.

Hochseeangeln ist total einfach. Viele Angler sind sehr erfolgreich auf hoher See. Noch mehr Angler wollen erfolgreich sein, wissen aber nicht was sie falsch machen. Ein Angler fängt 10 gute Dorsche hintereinander. Der andere hat, einen Meter von ihm entfernt, mit sehr ähnlichen Ködern keinen einzigen Biss. Alles schon gesehen. Die folgenden 10 Fehler (besonders auf Fischkuttern) sehe ich besonders häufig, wenn ich einen Tag am Meer verbringe.

1. Du weißt nicht was du tust

Gut informiert ist halb gewonnen. Niemand kann alles wissen. Manche Angler haben vielleicht extrem viel Erfahrung beim Barschangeln, wissen aber nicht was für eine Angelausrüstung sie benötigen um einen 5 Kilo-Dorsch aus der Ostsee zu landen. Deshalb sollte man sich unbedingt darüber informieren, was man machen will. Will man beispielsweise mehr über das Dorschangeln wissen, dann findet man in dieser Artikelserie über das Dorschangeln viele nützliche Informationen.

2. Falsche Ausrüstung

Beim Hochseeangeln kann es sein, dass du einen untermaßigen Wittling an der Angel hast und beim nächsten Wurf einen kapitalen Dorsch aus dem Wasser drillst. Deshalb ist eine richtige Angelausrüstung besonders wichtig beim Hochseeangeln. Wie bei fast allen Angelarten gilt: So leicht wie möglich, aber so schwer wie nötig!

3. Du lernst nicht von anderen

Oft ist es einfach nur die Erfahrung, die den Unterschied zwischen “Keinen einzigen Biss” und “Fisch bis zum Abwinken” ausmacht. Vieles kannst du nur lernen, indem du es machst. Wenn du also das nächste Mal einen Tag mit deiner Angel am Meer bzw. auf dem Meer verbringst, dann schaue doch mal was die anderen Angler machen. Haben Sie besondere Angelausrüstung? Oder ist ihre besondere Köderführung der Schlüssel zum Erfolg? Der beste Weg ist, einfach zu fragen. Frag sie, wieso sie so viele Fische fangen. Frag sie, wieso du so wenig fängst. Eine besonders gute Möglichkeit für den Erfahrungsaustausch ist, gemeinsam auf einem Fischkutter zu angeln. Selbst wenn du persönlich keine oder nur wenige gleichgesinnten Menschen kennst, findest du auf einem Fischkutter immer viele andere erfahrene Hochseeangler.

4. Wetter unterschätzen

AngelbootDas Hochseeangeln ist, je nach Region, sehr stark vom Wetter abhängig. Bei starkem Wind kommt kein Boot auch nur aus dem Hafen raus. An zu schwülen Tagen wollen die Fische nicht so richtig beißen. Und an zu heißen Tagen ist es für den Angler selbst unterträglich. Ein Angeltag auf dem offenen Meer muss daher gut geplant sein. Man sollte immer damit rechnen, dass ein lange geplanter Angelausflug auf einmal abgesagt werden muss, weil das Wetter nicht mitspielt.

5. Du vertraust zu wenig den Anderen

Ich weiß nicht, ob es der Selbststolz der Angler ist oder einfach nur Dummheit. Viele wissen nicht, wie man erfolgreich angelt. Doch gesellig und hilfsbereit, wie viele Angler es sind, helfen sie gerne freiwillig weiter. Völlig kostenlos geben sie viele wertvolle Tipps und erzählen von ihren Erfahrungen. Diesen “Experten” sollte man aber nicht gleich den Rücken zuwenden. Auch wenn es manchmal total absurd ist, was sie so erzählen. Versuch einfach mal, auf sie zu hören.

6. Du vertraust zu sehr den Anderen

Ja, ich weiß. Dieser Punkt widerspricht dem letzten Punkt. Dennoch sollte man vorsichtig sein, was man glaubt und was nicht. Angler haben die einzigartige Eigenschaft alles zu übertreiben. Wenn sie mal einen guten Angeltag haben und 10 maßige Fische fangen konnten, dann sind es in den Erzählungen mindestens 20 kapitale Fische. Gleiches gilt auch für viele Tipps, die sie so geben. Klar kann es sein, dass sie einen Haken an einen alten Küchen-Löffel gebunden haben, und so einen kapitalen Lachs überlisten konnten. Doch in der Regel wirst du so keinen Erfolg haben. Mach deshalb so viele eigenen Erfahrungen wie möglich.

7. Du hältst dich nicht an die Gesetze

Diesen Fehler sollte wirklich jeder vermeiden. Denn wenn man das nicht macht, macht man sich nicht nur sehr schnell Feinde, sondern muss im schlimmsten Fall auch viel Geld bezahlen. Wenn man mal einen untermaßigen Fisch fängt, wird wahrscheinlich nicht gleich die Wasserschutzpolizei kommen und dich verhaften. Aber du machst dich sehr unbeliebt bei anderen Anglern. Verärgerte Mitangler werden dir nicht mehr helfen wollen. Solltest du aber gegen Gesetze verstoßen, dann musst du auch mit einer Strafe rechnen. Das geht los bei kleinen Geldstrafen, kann aber auch schnell mal deine Fischereierlaubnis kosten.

8. Du hast falsche Erwartungen

Krabbe
Zielfisch knapp verfehlt!

Verzweifelte Angler sind schlechte Angler! Besonders schnell verzweifeln viele Angler, sobald sie nicht das fangen was sie erwarten. Ein Tag, an dem man 20 gute Dorsche innerhalb von 4 Stunden fängt, ist nicht durchschnittlich sondern sensationell. Aufgrund solcher Geschichten solltest du nicht deine Erwartungen ändern. Oft wird man gelockt mit Fotos von kapitalen Fischen. Doch solche Fische sind nicht die Regel. Darüber muss man sich im Klaren sein.

9. Du bist ein einsamer Wolf

Man kann gemütlich am Wasser sitzen. In aller Ruhe kann man alleine warten, bis ein Fisch die eigene Pose ins Wasser zieht. Klar ist diese Art des Fischens sehr charmant. Beim Hochseeangeln ist es aber anders. Es ist immer was los. Du angelst in der Regel nicht alleine, sondern triffst dich mit anderen Gleichgesinnten. Gemeinsam lernt man voneinander immer mehr.

10. Du genießt nicht das Angeln

Das Ziel beim Angeln ist nicht, dass du möglichst viele große Fische rausholst. Das Ziel beim Angeln ist das Angeln selbst. Wenn du es anders siehst, dann solltest du mal deine Meinung überdenken. Denn wenn du nur daran denkst, wie du den größten Fisch rausholst, dann holst du gar keinen Fisch aus dem Meer. Wenn man sein Ziel nicht erreicht, dann ist man sehr schnell demotiviert. Deshalb solltest du dein Ziel so setzen, dass du das Angeln auch genießen kannst, selbst wenn du nichts fängst.

Fazit

Viel erzählt – was davon ist jetzt wirklich wichtig? Willst du wirklich erfolgreich sein beim Hochseeangeln? Dann solltest du die folgenden zwei Punkte beachten:

  • Informiere dich
  • Sammel Erfahrungen

Dies sind die wichtigsten Faktoren beim Hochseeangeln. Informieren kannst du dich im Internet und durch Gespräche mit anderen Anglern. Eigene Erfahrungen kannst du nur machen, indem du selbst angeln gehst.

Gastbeitrag von Arthur – Hochseecowboys.de

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