Angeljahr 2014 – Ein Rückblick

Das Angeljahr 2014 war insgesamt mal wieder hervorragend. Es gab einige Höhepunkte und nur wenige Augenblicke, die die Nerven strapazierten.

Das erste Highlight des Angeljahres 2014 ließ nicht lange auf sich warten. Es stand ein als Erholungsurlaub getarnter, knapp zweiwöchiger Aufenthalt an der dänischen Ostsee an. Unsere Destination war Ebeltoft auf der Halbinsel Djursland. Die erhoffte Erholung fanden wir dort. Und dafür war nicht allein das Angeln verantwortlich. Beim Wetter angefangen, über die traumhafte Unterkunft bis hin zu Land und Leuten hat einfach alles gepasst.

Dass es in dieser Region traumhafte Angelspots gibt, dürfte sich herumgesprochen haben. Und so kam es bei meinem allerersten Ostseebesuch auch tatsächlich dazu, dass ich eine dieser sagenumwobenen Meerforellen fangen konnte. Die „Warnung“, dass MeFo-Fischen umgehend süchtig macht, kann ich nur bestätigen. Aber auch das Angeln auf Plattfisch an verschiedensten Spots und die Besuche in den hiesigen Forellenanlagen war spaßig und äußerst ergiebig. Meine Berichte vom Djursland-„Erholungsurlaub“ findet ihr hier.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Alles o.k. am See

Das Angeljahr 2014 an „meinem“ Haussee war, ähnlich wie in den letzten Jahren, eigenwillig aber durchaus erfolgreich. Mit eigenwillig ist gemeint, dass es über wechselnde Zeiträume im Jahr einfach keine Fische in dem 55 Hektar großen Tümpel gibt. Ich vermute, dass es irgendwo einen geheimen Ablauf gibt, durch den die Flossenträger temporär in irgendwelche Nebengewässer flüchten. Anders kann ich mir nicht erklären, dass man an diesem wirklich gut besetzten Gewässer tage- oder mitunter wochenlang keinen Fisch an den Haken bekommt. Wie auch immer, bislang sind sie immer wiedergekommen 😎

Dieses Jahr habe ich ziemlich viel herumprobiert, kapitale Exemplare meines Zielfisches Nr. 1 zu erwischen. Große Barsche standen auf der To-do- bzw. Wunschliste. Mit sonderlichen Methoden habe ich es dann auch geschafft, die Fische an den Haken zu bekommen, die viele andere Angler am See nur aus Erzählungen kennen. Das darf gerne im kommenden Angeljahr so weitergehen. Ganz besonders freue ich mich darauf, mit zwei im vergangenen Jahr neugewonnenen Angelfreunden gemeinsam losziehen zu können. Bislang beschränkten sich unsere Ausflüge auf andere Gewässer, wie den Rhein oder die Sieg.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Rhein und Sieg

Am Rhein habe ich auch in desem Jahr wieder viel Zeit verbracht. Abhalten konnten mich eigentlich nur extreme Pegel (ich spreche ausschließlich vom Gewässer) oder extrem unwirtliches Wetter. Der Frust über Schneidertage und massive Köderverluste hielt in der Regel nicht lange an, sodass ich zumeist bereits am nächsten Tag wieder voll motiviert war. Eine weitere Motivationshilfe waren die oben angesprochenen Angelkollegen, von denen einer – unglaublich, aber wahr – noch angelverrückter ist als ich 😯

Während unserer Touren haben wir den einen oder anderen Fisch erwischen können. Die Beute bestand zum Großteil aus Zandern. Gelegentlich gesellten sich Barsche hinzu, darunter auch einige kapitale Exemplare. Rapfen und Hechte kann man an einer Hand abzählen und „Sonderlinge“, wie „Spinn-Barben“ oder Waller, waren im Gegensatz zum Vorjahr gar nicht dabei. Alles in allem war es ein feines Angeljahr 2014 am Rhein.

Unsere Ausflüge an die Sieg waren zwar nicht von gewünschtem Erfolg gekrönt, haben uns jedoch immer einen schönen Tag beschert. Die Fänge von Döbeln, Barschen, Hechten und Gründlingen dienten nur der gewissenhaften Vorbereitung auf den ersten Fang einer Forelle 😎 Ich muss aber ganz klar sagen, dass sich ein Angeltrip an die Sieg immer lohnt. Für mich gehört es zu den absoluten Highlights, durch das in traumhafter Umgebung fließende Gewässer zu waten und Forellen oder anderem Wassergetier nachzustellen. 2015 werden wir ganz sicher mehr Glück mit den Salmoniden haben.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Auf Platten und Wölfe an der Nordsee

An der niederländischen Nordseeküste hielt ich vor vielen Jahren das erst Mal eine Angel in der Hand. Vermutlich ist dies der Grund, warum das Fischen in dieser Region immer wieder etwas ganz Besonderes für mich ist. Hinzu kommt, dass ich dort dem für mich interessantesten Fisch nachstellen kann – dem Wolfsbarsch. Um ihn und seine platten Kollegen ans Band zu bekommen, fahre ich mehrmals im Jahr nach Zeeland. Letztere waren 2014 sehr kooperativ und haben gut gebissen: Schollen und Seezungen im Sommer sowie Klieschen in der kalten Jahreszeit. Das Angeln auf Wolfsbarsch gestaltete sich in diesem Jahr etwas komplizierter. Grund dafür war eine sportliche Großveranstaltung in Brasilien, die mich zeitlich doch sehr in Beschlag nahm. Ich saß also quasi an der Quelle im gelobten Land, hatte aber wegen Schweini & Co. kaum ruhige Minuten, um auf Wolfsjagd gehen zu können. Die wenige Zeit, die ich am Wasser verbrachte, war jedoch klasse und es gab regelmäßig Fisch.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Angeln in Bayern – ein Reinfall

Negativ in Erinnerung bleibt mir mein Urlaub in der Nähe von München. Bereits im Vorfeld hatte ich Schwierigkeiten an Informationen zu gelangen, wo man mal gemütlich die Rute schwingen kann. Im Angelladen vor Ort zeigte man sich ebenfalls nicht sehr kooperativ. Das einzige Gewässer, für das man mir auch nur widerwillig eine Tageskarte ausstellen wollte, war der Isarkanal. Dummerweise führte dieser zu jener Zeit extremes Hochwasser. Die Fließgeschwindigkeit des Wassers war wirklich enorm und ähnelte der des Rheins – im Hauptstrom! Dass es sich um ein relativ eintöniges Gewässer mit begradigten Ufern ohne offensichtliche Hotspots handelt, machte die Sache nicht einfacher. Andere Gewässer, so wurde mir gesagt, seien für Gastangler, wenn auch nur temporär, nicht beangelbar. Da muss ich also nicht noch einmal hin – zumindest nicht zum Angeln.

Ziele für das Angeljahr 2015

Klar definierte Ziele habe ich eigentlich nicht. An erster Stelle steht da die Vorfreude auf die gemeinsame Bootsangelei mit den angelverrückten Kollegen am See. Rhein und Sieg werde ich natürlich auch wieder regelmäßige Besuche abstatten. Weiterhin würde ich es gerne zum Meerforellenangeln an die Ostsee schaffen. Ob sich dies umsetzen lässt, steht jedoch noch in den Sternen. Meinem absolutem Liebling, dem Wolfsbarsch, versuche ich 2015 noch mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Beim Brandungsangeln an der Nordsee werde ich mich wieder vorrangig auf die zur jeweiligen Saison vorkommenden Plattfische konzentrieren. Ich weiß zwar noch nicht, wie ich all diese anglerischen mit meinen sonstigen Zielen und mit meinem Job vereinbaren soll, aber soviel steht schon mal fest: Langweilig wird es bestimmt nicht.

Euch allen einen guten Rutsch und ein bombastisches Angeljahr 2015!

2 thoughts on “Angeljahr 2014 – Ein Rückblick

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.