Angeln am Rhein – Mein Rheintagebuch

Angeln am Rhein ist, naja sagen wir mal, abwechslungsreich.

Es ist gleichermaßen ernüchternd, kostspielig und nervig wie einzigartig und faszinierend. Einer der spannendsten Aspekte für mich ist, dass man zu keiner Zeit genau weiß, welcher Fisch beißt. Bei Ansitzanglern ist der Überraschungsfaktor sicherlich noch größer als bei Spinnern.

Um meine Erlebnisse rund um das Angeln am Rhein für mich, meine Ur-Enkel und alle anderen Interessierten festhalten zu können, führe ich von nun an Rheintagebuch. Sollte mal länger kein neuer Beitrag erscheinen, so liegt das natürlich ausschließlich am Zeitmangel und in keinster Weise daran, dass ich mal wieder drei Wochen lang abgeschneidert habe und dementsprechend missmutig bin. Nein. Neeeeeiiiiin.

2. Juliwoche 2014

Der Rhein führt Hochwasser. Der Pegel hat sich innerhalb einer Woche von 2,10 m auf 4,10 m annähernd verdoppelt. Die Kölner Buhnen stehen genau wie die meisten anderen in NRW unter Wasser. Das Begehen der Steinpackungen ist nur ganz vereinzelt – dank des Wetters in kurzer oder eben in Wathose – möglich. Experimente sollte man unterlassen! Die Strömung der über die Steinschüttungen getragenen Wassermassen ist sehr ordentlich. Aber zum Glück kann man ja auch anders fischen als nur vom Buhnenkopf 😉

Rhein-Barsch_24Auffällig ist, dass vor allem den Barschen das Hochwasser zu gefallen scheint. Gelten sie über weite Strecken des Jahres als im Rhein schlicht nicht vorhanden bzw. ausgestorben, kommen sie nicht selten bei hohen Pegelständen nah ans Ufer und schlagen sich die Wampe voll. Ich hatte das Glück, in den letzten Tagen einige gute Exemplare meines #1 Zielfisches fangen zu können.

Außerdem habe ich gegen Abend immer wieder erhöhte Aktivität direkt an der Wasseroberfläche in den Buhnenfeldern beobachtet. Dabei muss es sich um Rapfen gehandelt haben, die sich ihr Abendessen sicht- und hörbar schmecken ließen. Gefangen habe ich zwischendurch zwar einen kleineren, aber insgesamt haben mir die Rhein-Torpedos mal wieder ’ne lange Nase gemacht. Aufgrund der guten Barschfänge kann ich aber prima damit leben. So darf es gerne weitergehen.

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