Drop Shot Angeln – Tipps und Tricks

Das sogenannte Drop Shot Angeln ist hierzulande noch nicht sehr lange bekannt. Das Prinzip als solches wird allerdings sowohl in Deutschland als auch rund um den Erdball seit langem praktiziert.

Es hieß nur früher anders, bzw. hatte einfach keinen speziellen Namen. Die clevere Angelindustrie sorgt hier und da mit hippen Namen, bzw. der Übernahme der Bezeichnung aus dem Englischen dafür, dass eine Angelmethode (wieder) „in Mode“ kommt. So wird beim Angeln auf Makrelen mit entsprechendem Paternoster, an dessen Ende ein Blei hängt, im Prinzip nichts anderes gemacht, als gedropshottet. Nur dass im Vergleich zur uns bekannten Drop Shot Montage mehrere Haken verwendet werden und der Köder i.d.R. monoton eingeholt wird. Das für die Drop Shot Angelei typische Zucken aus dem Handgelenk wird und wurde aber auch bei der Angelei auf Makrelen oder Heringe praktiziert. Somit gibt es dahingehend kaum Unterschiede.

Mit modifiziertem Drop Shot Angeln zum Erfolg

Wie auch immer…ich möchte mich keineswegs in die Liste derjenigen einreihen, die das Drop Shot Angeln verteufeln und als neumodischen Quatsch abtun – ganz im Gegenteil. Diese Art zu fischen kann auf bestimmte Fische unter bestimmten Gegebenheiten die mit Abstand erfolgreichste sein.

Da es im Netz nur so vor Informationen über das Drop Shot Angeln wimmelt, möchte ich eigentlich kein Wort über die grundsätzliche Technik oder das Equipment verlieren. Dazu gibt es diverse aufschlussreiche Anleitungen, Berichte und Videos, die Lust auf den Einstieg in die Drop Shot Angelei machen und wertvolle Tipps und Informationen bieten.

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Nur eines sei kurz erwähnt, da oftmals die Frage gestellt wird, welche Angel denn nun für diese Technik passend sei. Meine Antwort: Sie muss einen schnellen Blank haben. Ob es sich dabei um eine UL-Rute mit 5g Wurfgewicht handelt oder um einen Hechtknüppel, spielt keine entscheidende Rolle. Grundsätzlich gilt aber auch für Drop Shot Ruten, dass sie – so gut es eben geht – dem Zielfisch und dem Gewässer angepasst sein sollten.

Nachfolgend stelle ich euch einige Tipps und Tricks vor, wie ihr eure Montage „tunen“ und euch somit von anderen Drop Shot Anglern abheben könnt. Nicht, dass ihr dann bessere Angler wärt. Aber u.U. seid ihr diejenigen, die den dicken Fisch fangen, der auf die „normale“ Drop Shot Montage nicht gebissen hätte.

Überbleien

Was ist damit gemeint? Durch den Einsatz schwererer Bleie kann man den Köder actionreicher bewegen. Diese Methode verwende ich sehr gerne auf Barsch und Wolfsbarsch. Große und somit besonders vorsichtige Barsche wollen im Gegensatz zum Zander richtig gereizt werden; sie beißen oft nur zu, wenn die Beute droht zu entkommen. Sagt man über Zanderköder „So leicht wie möglich, so schwer wie nötig„, so können beim Angeln auf Barsch und Wolfsbarsch lange (langweilige) Absinkphasen kontraproduktiv sein. Durch ein übertrieben schweres Blei sinkt der Köder sehr schnell zu Boden. Viele, schnelle Bewegungen aus dem Handgelenk und sehr schnelles Ankurbeln lassen den Köder wie verrückt im Wasser spielen. Die meisten Bisse habe ich nach den Zitterbewegungen auf der Stelle und ultraschnellem Ankurbeln. Dann werden die bis dato „nur“ interessierten Barsche panisch, dass die Beute entkommen könnte.

Mehrere Bleie

Drop-Shot_2Durch diese Technik wird dem Köder naturgemäß mehr Leben eingehaucht. Schon beim einfachen Einkurbeln sinkt der Köder gleich zwei- oder dreimal ruckartig ab. Auch dieser Reiz kann entscheidend sein. Und vor allem verlangt dem Angler diese Art des Drop Shot Angelns keine besonderen Bewegungsmuster an der Rute selbst ab.

Beutefisch des eigentlichen Köders vorgaukeln

Das weckt den Futterneid unter den Räubern.
Im Ausland oder ggf. in anderen Bundesländern können dazu in Paternostermanier weitere Anbissstellen auf der Schnur angebracht werden – oberhalb des Köders versteht sich. Es kann bspw. ein kleiner Streamer in die Schnur geknotet werden.
An den Gewässern, an denen ich angel, ist nur eine Anbissstelle erlaubt. Somit kommen entweder Streamer mit abgeknipstem Haken oder ganz einfach silbernes/goldenes/rotes Geschenkband zum Einsatz, welches fest um die Vorfachschnur gebunden wird.

Zusätzlicher akustischer Reiz beim Drop Shot Angeln

Drop-Shot_3Man kennt es vom Texas oder Carolina Rig. Das Bullet Weight knallt durch Zupfen oder Ankurbeln auf eine davor angebrachte Glasperle. Auch für das klassische Drop Shot Angeln gibt es eine Lösung, wie dieses Klacken erzeugt werden kann. Dazu werden beim Binden der Montage ganz einfach zwei oder mehr Glas- bzw. Metallperlen oberhalb des Köders auf das Vorfach gefädelt. Es versteht sich von selbst, dass die Perlen aus einem harten Werkstoff bestehen müssen, sodass sie beim Aufeinandertreffen auch wirklich ein Geräusch erzeugen. Gummiperlen sind naturgemäß nicht geeignet. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich dieser zusätzliche Reiz vor allem im Stillwasser (See/Teich/Talsperre) auszahlt. Im Fließgewässer bewegen sich ständig so viele Steine am Grund, dass es andauernd klickt.

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

2 thoughts on “Drop Shot Angeln – Tipps und Tricks

  1. ich habe die drop shot tricks jetzt mal ausprobiert. wovon ich wirklich überzeugt bin sind die mehreren bleie. das rockt wirklich. konnte mich bislang nicht über mangelnde fänge beschweren, aber richtig große barsche waren nie dabei. mit dem doppelblei hats jetzt zum ersten mal geklappt. manchmal habe ich schon beim ersten aufschlag des blei nen biss gespürt. beim aufschlag des zweiten blei hats dann meistens geruppelt. so einfach wie genial. danke!!!!! der größte hatte 43cm :_)))

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