Hungrige Jungzander im Rhein

Nach fünf Touren zum Rhein nach Schonzeitende kann ich konstatieren: Die Jungzander sind hungrig. Und vor allem scheinen sie in Massen vorzukommen.

Zander_Barsch_RheinMit 24 gefangenen Zandern, einigen Fehlbissen sowie ein wenig Beifang verläuft die Saison am Rhein nach wie vor bestens. Besonders freut mich, dass sich mittlerweile auch Barsche am großen Fressen beteiligen. Darüber hinaus nimmt die Rapfenaktivität von Tag zu Tag zu. Man sieht eigentlich immer irgendwo etwas rauben. Ich muss mich zwar hin und wieder etwas zusammenreißen, wenn es nur drei Meter vor mir heftig platscht, aber der Rapfen ist bislang absolut nicht mein Zielfisch und wird somit auch nicht (gezielt) beangelt. Zum Glück steht der Highspeed-Räuber so gar nicht auf gezupftes Finesse-Gedöns aus Gummi.

Aber warum beißen denn vorwiegend Jungzander?

Mit Jungzandern meine ich Fische bis zur sogenannten Standardgröße von ~45 cm. Aus meiner Sicht sind drei Gründe ausschlaggebend dafür, dass (noch) keine Rekordfische unter den Fängen dabei waren:

  1. Zander dieser Größe kommen einfach häufiger im Rhein vor als 80+-Fische.
  2. Größere Fische sind erfahrener und kennen den Ladenpreis sämtlicher Köder.
  3. Ich fische fast ausschließlich tagsüber. Meiner Meinung nach stehen die Chancen, einen großen Fisch zu erwischen, nachts deutlich besser. (Zu der Zeit beschäftige ich mich für gewöhnlich allerdings mit anderen Dingen, wie Schlafen, Feiern oder Arbeiten.)

Natürlich könnte man nun dazu übergehen, vor allem nachts – mit Naturködern – auf die Pirsch zu gehen. Wenn man denn unbedingt die Dickfische erwischen möchte. Das werden wir vermutlich auch gelegentlich machen, aber ehrlich gesagt bin ich jemand, der so unkompliziert und spontan fischen möchte wie nur irgend möglich. Und dies ist nun mal eher tagsüber der Fall. Langeweile kommt auch beim 50. gefangenenen Jungzander nicht auf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.