Saisonbeginn am See nach der Hechtschonzeit

Nach dem Ende der in NRW gültigen Hechtschonzeit hat am 1. Mai traditionell die Saison am See begonnen.

Wie üblich sollte auch in diesem Jahr wieder jede Menge los sein an diesem Tag der Tage. Schließlich befand sich der bei vielen Anglern so beliebte Hecht seit dem 1. Februar in der Schonzeit. Darüber hinaus gilt an unserem See ein generelles Kunstköderverbot während der Hechtschonzeit. Begeisterte Spinnangler wissen sicherlich um die Entbehrungen und die massiven Entzugserscheinungen 😎 Kollege Esox darf also in aller Ruhe seinem Reproduktionsgeschäft nachgehen. Dass diese „Schutzmaßnahme“ Sinn macht, kann man am überdurchschnittlichen Hechtbestand erkennen.

Der frühe Angler kriegt das Boot

Bootssteg
Verwaister Bootssteg 🙁

Um eines der begehrten Boote ergattern zu können, machten wir uns an besagtem Freitag zu einer für meine Verhältnisse fast unchristlichen Zeit auf den Weg zum See. Dennoch hatten wir Pech. Andere Angler waren noch früher dran als wir. Somit standen wir zunächst am verwaisten Steg und mussten den glücklichen Bootsanglern aus der Ferne zusehen, wie sie fröhlich ihre Köder durchs Wasser zogen und ihre Hechte fingen. Zum Glück war die Wartephase nicht von all zu langer Dauer. Nach rund anderthalb Stunden beendeten zwei Angelkollegen ihre Tour und wir konnten endlich auch in See stechen.

Garantierter Angelspaß nach Ende der Hechtschonzeit

In den vergangenen Jahren war es stets so, dass die Hechte nach Schonzeitende sehr gut bissen. Dadurch waren wir natürlich frohen Mutes, auch in diesem Jahr einige Räuber erwischen zu können. Nach diversen Würfen, die keinen Fisch brachten, wurde für mich jedoch klar, dass es nicht ganz so einfach werden würde. Grund dafür dürfte u.a. das am 1. Mai noch recht dürftig vorhandene Kraut gewesen sein. Die Unterwasserflora war in den vergangenen Jahren zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich massiver. Nichtsdestotrotz konnten wir drei bei unserer ersten gemeinsamen Kuttertour insgesamt fünf Hechte fangen. Der Anfang war damit gemacht und der Spaßfaktor war riesig!

Hechte sind toll, Barsche sind toller

Handverletzung durch HechtSeit dem 1. Mai waren wir natürlich noch einige Male am See und konnten unsere Fangerfolge, auch was die Größe der Fische angeht, weiter ausbauen. Dass größere Hechte durchaus wehrhaft sein können und (auch zum Eigenschutz) stets mit äußerster Vorsicht behandelt werden sollten, kann man momentan an meiner linken Hand sehen. Nicht nur aufgrund dieser Blessuren freue ich mich schon wie Bolle darauf, wenn die Barsche wieder anfangen zu beißen und ich das Hechtangeln vorerst an den Nagel hängen bzw. meinen hechtverrückten Mitanglern überlassen kann.

Demnächst mehr im Seetagebuch

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