Schneider sein ist gar nicht fein

Nicht selten kommt es vor, dass man trotz intensiver Bemühungen und eigentlich guten Rahmenbedingungen einen Angeltag als Schneider beendet.

Auch wenn für uns Angler natürlich das Naturerlebnis und die Ruhe am Wasser viel wichtiger ist als einen Fisch zu fangen 😎 , kann es doch ein Stück weit nerven und die eigenen Fähigkeiten infrage stellen, wenn man mal wieder als Schneider nach Hause geht. Genau das ist mir bei meinen letzten beiden Angelausflügen passiert. Sowohl am See als auch am Rhein, wo es Tage zuvor noch ordentlich gebissen hat, war von hungrigen Fischen nichts mehr zu sehen. That’s (angler’s) life!

Schneider sein – woher kommt die Begrifflichkeit?

Es ist anzunehmen, dass die Redewendung „Schneider sein“ oder „Schneider bleiben“ auf die Geschichte bzw. das Ansehen von Schneidern (die mit Nadel und Faden) in früherer Zeit zurückzuführen ist. Schneider hatten aufgrund ihres geringen Einkommens generell ein schlechtes Ansehen und waren stets das Ziel von Verspottungen. Der Schneider beim Skat-Spiel (30 Punkte) bspw. bezieht sich einer Erklärung nach auf das nachgesagte, geringe Körpergewicht der Schneider von 30 Lot. Dies entspricht umgerechnet etwa 500 Gramm.

Wiki fasst die Beschreibung folgendermaßen zusammen: „Die Wendung „Schneider sein“ bedeutet allgemein, in einer (ökonomischen) Zwangslage stecken oder auch leer ausgehen. „Aus dem Schneider sein“ bedeutet so viel wie „aus dem roten Bereich (heraus) sein“. (Quelle: wikipedia.org)

Ich würd‘ gern Schneider sein

Wenn man sich die Schneider der Gegenwart vor Augen führt, ist der Begriff „Schneider sein“ eigentlich völlig veraltet. Oder gibt es jemanden, der nicht gerne so erfolgreich wäre wie die Joops und Lagerfelds dieser Welt?

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