Seetagebuch – 1. Eintrag

Heute ist die Geburtsstunde des Seetagebuchs. Ab dieser Saison habe ich vor, mehr oder weniger regelmäßig von meinen bzw. unseren Angelerlebnissen am See zu berichten.

Ob letztendlich interessanter Lesestoff zusammenkommt, wird sich mit der Zeit zeigen. Potenzial ist jedenfalls vorhanden. Wie ich bereits in meinem 2014er-Jahresrückblick erwähnte, werde ich mich nicht mehr allein um die Bewohner des Sees kümmern müssen, sondern habe in Gestalt zweier Angelfreunde tatkräftige Unterstützung bekommen. So richtig losgehen wird die Saison aufgrund von Schonzeiten und körperlichen Gebrechen wohl erst am Vatertag. Zuvor sind jedoch noch einige Experimente geplant, bei denen wir uns – Ohren zuhalten! – zur Abwechslung mal mit dem einen oder anderen zahnlosen Verteter beschäftigen wollen.

Wir drei sind, so meine ich zu wissen, schon sehr raubfischfixiert. Der eine ist mehr auf Hechte aus, der andere auf Zander und der dritte findet dicke Barsche toll 😎 Da in dem See fast unbemerkt auch Welse ihr Unwesen treiben sollen, gibt’s neben den ebenfalls in guter Stückzahl vorkommenden Aalen gleich fünf Zielfische. Apropos See: Über was für ein Gewässer wird hier eigentlich geredet?

Traumhaftes, schwieriges Gewässer

Der See, am Rande von Köln gelegen, gehört zu einer großen Seenplatte aus rund 40 Seen und Weihern. Er ist über 50 ha groß und weist abwechslungsreiche Unterwasserstrukturen auf. Die ehemalige Tagebau-Grube liegt auf einem kleinen Plateau und ist umsäumt von dichten Wäldern angrenzender Naturschutzgebiete. Im Sommer ist die Angelei durch extremen Bade- und Partybetrieb, Bojenketten, Surf- und Ruderveranstaltungen sowie die gewaltige Unterwasserflora doch sehr eingeschränkt. Zum Glück stehen Boote zur Verfügung, sodass man den Störfaktoren zumeist mehr oder weniger erfolgreich entfliehen kann. Ich bin jedenfalls zuversichtlich, auch in desem Jahr ein bis zwei tolle Fische erwischen zu können.

To be continued…

6 thoughts on “Seetagebuch – 1. Eintrag

  1. Hi, wie heißt denn der See von dem du redest? Lohnt es sich eine Anreise von etwa 150 km für den See auf sich zu nehmen?

    Wenn ja, könnte man sich ja mal dort zum gemeinsamen Angeln treffen.

    1. Ahoi, Hochseecowboy Arthur!

      Es handelt sich um einen der vielen Ville-Seen. Eine einmalige Anreise ist zumindest aus finanzieller Sicht nicht empfehlenswert, da es für diesen See ausschließlich Jahreskarten gibt.
      Für andere Ville-Seen werden Tageskarten ausgegeben. Einige davon sind ähnlich interessant … und tricky! Wir können uns gerne mal kurzschließen und schauen, ob wir es gemeinsam an eines der Gewässer schaffen. Könnte unterhaltsam werden 😉

      In den kommenden Tagen geht es erstmal an die Nordsee. Seele baumeln lassen und gucken, welche Fische zur Zeit Hunger haben.
      Kurz danach nach Kappeln zum Heringsangeln. Vielleicht hast du diesbezüglich noch ein paar Tipps parat?!

      1. Kommt ganz drauf an wie und wo du genau du von der Nordsee aus angeln möchtest. Für die meisten „Sommergäste“ in der Nordsee bist du noch mindestens 2 Monate zu früh. Hier noch einige Tipps für dich was zur Zeit so geht.

        Brandungsangeln Nordsee:
        Auf Plattfische kannst du zwar mal bei der Abenddämmerung vom Ufer aus versuchen. Die Hauptsaison hat aber noch nicht begonnen. Plattfische fängst du am besten im flachen Wasser mit Naturködern oder einem Buttlöfel. Eventuell könntest dabei auch einige andere Fische als Beifang fangen.

        Angeln vom Fischkutter oder Boot:
        Damit hast du zur Zeit wohl die größten Chancen. Suche dir einen passenden Fischkutter aus oder leih dir ein Boot aus. Mit einem Pilker oder Gummiködern kannst du jetzt noch sehr gut Dorsche fangen.

        Heringsangeln in Kappeln:
        Die Heringsschwärme sind zur Zeit noch relativ selten. Die besten Heringsfänge werden zur Zeit von Rügen berichtet. Aber jeden Tag kommen immer mehr Schwärme zur Ostsee. Bis du dahin fährst sollten die Fänge an der Schlei bei Kappeln auch deutlich besser werden.

        1. Hey Arthur,

          danke für deine Rückmeldung.
          Grundsätzlich bezog sich die Frage auf das Heringsangeln in Kappeln.
          Die (niederländische) Nordsee kenne ich seit über 30 Jahren und weiß ungefähr, was da so geht 😉

          Zur Zeit verfolge ich sämtliche Foren-Threads, da es erstmalig an die Ostsee auf Heringe geht. Wir sind kurz nach Ostern dort. Laut „fachmännischer Orakel“ soll die Zeit nicht ganz schlecht gewählt sein =) Bin jedenfalls schon sehr gespannt. Kannst du evt. bestätigen, dass Paternoster mit kleinen (10er-12er) Haken erfolgsversprechender sind?

          1. 12er Haken finde ich doch schon recht klein. Zur Zeit fängt man damit rund um Kappeln noch recht gut, weil die Heringssaison erst langsam anläuft. Das liegt daran, dass Fische noch recht Beissfaul sind. Deshalb würde ich eher zu den 10er Haken tendieren.
            Das Verhalten der Heringe kann sich aber von heute auf morgen ändern. Deshalb solltest du auf jeden Fall auch Paternoster mit der Größe 6 – 8 mitnehmen.

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