Seetagebuch: Brasse auf Drop Shot und Hecht-Larven

Eine Brasse auf Drop Shot zu fangen, soll hier und da immer mal wieder vorkommen. Ich hatte kürzlich erstmalig dieses zweifelhafte Vergnügen.

BrasseDadurch dass es sich um ein recht beeindruckendes Exemplar handelte, war die Überraschung noch um einiges größer. Das witzige war, dass ich zunächst überhaupt keinen Schimmer hatte um was für einen Fisch es sich handeln könnte, der da gebissen hat. Bis zu dem Zeitpunkt, als der Klodeckel knapp unter der Wasseroberfläche zu sehen war. Gebissen hat der Bresen auf einen Dendrobena am Drop-Shot-System, und zwar ähnlich wie ein dicker Barsch: recht vehement und rupfenderweise. Nach meinem Anhieb war jedoch umgehend Ruhe. Gespürt und anhand der Rutenkrümmung gesehen habe ich lediglich, dass da etwas Schweres am Haken hängt. Kurzzeitig hatte ich sogar den Verdacht, dass der Fisch nicht hängengeblieben ist und ich stattdessen ein fettes Paket Kraut gehakt habe. Ganz vereinzelte, behäbige Fluchtversuche im Laufe des Drills deuteten dann aber doch wieder auf etwas Lebendiges hin. Mit 65 cm Länge ein nicht gerade handlicher Fisch. Und das Gewicht war schon ordentlich – mindestens 50 kg … oder so. Alleine 45 kg, so schätze ich, entfallen dabei auf den Schleim, der das Tierchen umhüllt 😕

Hungrige Micro-Hechte

Baby-HechtBeim letzten Ausflug hat es mal wieder ganz gut geräubert. Rund ein Dutzend Barsche schnappte sich meine Köder. Größentechnisch war bei allen noch Luft nach oben. Vor allem galt das aber für die fünf oder sechs Hechte, die offensichtlich erst vor wenigen Tagen das Seepferdchen gemacht haben. Ich finde die größenwahnsinnigen Zwerge ja wirklich schnuckelig, aber einen Drill möchte ich ihnen eigentlich nicht zumuten. Beim nächsten Mal geht es auf jeden Fall wieder mit dem Boot raus, um die Stellen erreichen zu können, an denen sich mutmaßlich die Eltern beider Arten herumtreiben.

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