Winterliches Brandungsangeln an der Nordsee

Vor ein paar Tagen ging es mal wieder los zum Brandungsangeln an die niederländische Nordseeküste.

Das Ziel war, wie so häufig, Zoutelande in der Provinz Zeeland. Die im Vorfeld getätigten Recherchen in niederländischen Foren ließen auf gute Fänge hoffen. Und so kam es dann auch. Auch wenn sich die Fänge im Prinzip auf zwei verschiedene Fischarten beschränkten, so waren die Ergebnisse für mich mehr als zufriedenstellend.

Die Winterfische haben ordentlich Kohldampf

Schon kurz nach dem ersten Auswerfen der Brandungsmontage zeigte sich: Es ist Fisch vor der Küste … und er ist hungrig. In den folgenden Tagen artete das Angeln mitunter in Arbeit aus. Kaum hatte man die Schnur eingeholt, die Fänge vom Haken befreit, neu angeködert und wieder ausgeworfen, ging das Spiel von vorne los. Vor allem die schnellen Wittlinge ließen kaum eine Minute verstreichen bis sie den von mir angebotenen Leckerbissen orteten und zuschnappten. Da es auch bei den vielen anderen Anglern am Strand ordentlich rappelte, kam es sogar zu Szenen, die man von der Küste eher nicht kennt. Eine große Anzahl von Fischen wurde tatsächlich releast!

Plastikmüll_Meer
Aufruf: Nehmt (euren) Müll mit!

Bezüglich der Köder habe ich anfangs ganz klassisch auf Seeringel- und Wattwürmer gesetzt. Nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass die von mir preferierten Plattfische eher Seeringler haben wollten. Somit wurden später ausschließlich die lustigen Kneifer im Angelshop geordert. Eine gute Methode, die Würmer länger haltbar und zäher zu machen, sodass sie besser am Haken halten, ist übrigens das Einsalzen. Die gesalzenen Würmer haben definitiv nicht schlechter gefangen, als ihre quietschfidelen Kollegen.

Am Ende des wieder einmal wunderbaren Aufenthalts in Zeeland kam also eine ordentliche Menge gefangener Fische zusammen, wobei die Anzahl der Wittlinge deutlich überwog. Um mich bei Petrus und den Niederländern zu bedanken, habe ich kurz vor Abreise noch meinen obligatorischen Coastal Cleanup Day abgehalten und „meinen“ Strandabschnitt vom gröbsten Müll befreit. Das kann ich jedem Angler nur empfehlen. Es ist ruckzuck erledigt und tut wirklich nicht weh 😉

Zu den Fischarten, die man in den kalten Monaten an der niederländischen Küste fangen kann, zählen vor allem Klieschen, Wittlinge und Dorsche. Letztere habe ich nicht zu Gesicht bekommen. Ebenso wenig hatte ich das Glück, noch einen Wolfsbarsch ans Band zu kriegen. Aber die fange ich eh lieber im Spätsommer mit der Spinnrute, wenn sie sich noch zahlreich in Küstennähe aufhalten 😎

Krossgebratene Klieschen
Krossgebratene Klieschen

Brandungsangeln an der Nordsee macht Spaß und satt

Auf dem Teller landeten also nur Wittlinge und Klieschen. Insbesondere der von den Niederländern als minderwertige Scholle angesehene Plattfisch ist für mich ein absoluter Genuss und herrlich einfach in der Zubereitung. Wittlinge sind für mich geschmacklich nicht sonderlich interessant. Es sei denn, sie werden zu Kibbeling verarbeitet und mit einer leckeren Soße serviert.

Eet smakelijk!

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