Zeelandtagebuch – makreel op de kust

Bevor ich mich auf den Weg nach Zeeland machte, genauer gesagt nach Zoutelande, habe ich nicht wirklich recherchiert, wie die aktuellen Fänge zur Zeit genau aussehen. Vor Ort angekommen, stand in großen Lettern auf dem Schild vorm Angelladen geschrieben: makreel op de kust!

Zum einen war ich natürlich erfreut. Nun hatte ich neben dem Wolfsbarsch einen zweiten Zielfisch, dem ich nachstellen konnte. Zum anderen war ich aber schon sehr auf zeebaars fokussiert. Nunja, kein Grund die Angel in den Sand zu werfen =)

Gleich am ersten Abend ging es also zum Steg nach Westkapelle. Ein beliebter und zur Sommerfischsaison mitunter hochfrequentierter Spot, an dem man je nach Jahreszeit im Prinzip sämtliches Meeresgetier erwischen kann. Von Plattfisch über Wolfsbarsch bis hin zu Makrelen, Hornhechten und Meeräschen. Nicht selten ziehen Schweinswale vorbei, die sich das Treiben aus sicherer Entfernung anschauen.

HornhechtBei diesem ersten Kurzbesuch konnte ich gleich drei Makrelen fangen. Von größeren Schwärmen war noch nichts zu sehen und auch die sonstigen Fänge ließen nicht darauf schließen, dass sich größere Trupps in der Nähe aufhielten. Das sollte sich in den kommenden Tagen jedoch noch ändern. Bei zwei weiteren Besuchen am Steg in Westkapelle hatte ich das Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Vor allem der Wind, der ordentlich auflandig wehte, spielte uns Anglern in die Karten. Ein Abend war besonders actionreich. Ein Hornhecht machte dabei den Anfang, was mich doch ein wenig überraschte. Die Schnabeltiere waren nämlich eigentlich schon weiter südlich entlang der Küste gezogen. Fänge gab es in Westkapelle Ende Juni nach Aussagen von verschiedenen Seiten so gut wie keine mehr.

Desweiteren wurden mehrere Meeräschen gefangen. Als Köder wurden entweder zuvor paternosterisierte Sprotten an der treibenden Pose oder Makrelenvorfächer mit grünen Federn verwendet. Die nicht immer ganz so toten kleinen Fischchen an der Pose hatten dabei eindeutig die Nase vorn. Brot, das von einigen Experten als einziges, wirklich funktionierendes Ködermaterial zum Fang von Meeräschen empfohlen wird, kam bei niemandem zum Einsatz. Es geht also auch anders!

Makreel op de kust!

MakrelenHighlight waren jedoch die Makrelenschwärme, die zeitweise das Wasser rund um den Steg zum Brodeln brachten. Immer wenn dies von einem der Angler auf dem Steg beobachtet wurde, gab es einen kurzen Hinweis und sogleich flogen die Köder in Richtung des natürlichen Whirlpools. Auch wenn meines Wissens keine wirklich kapitalen Makrelen gefangen wurden, so waren die Stückzahlen doch äußerst zufriedenstellend. Was drei, vier oder sogar fünf dieser starken Kämpfer am Paternoster bewirken, muss ich wohl niemandem erklären. Robustes Gerät ist also zwingend erforderlich. Nachdem ich anfänglich mit meiner Wolfsbarsch-Spinnrute angelte, stieg ich ab der Zeit der Massenfänge auf ein bis zwei Nummern kräftigeres Equipment um. In einem der nächsten Teile meines Zeelandtagebuchs gehe ich auf das von mir verwendete Gerät während der Angelei in Zeeland ein.

Da kommt also noch was…. 😉

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